Ostern, das Gedenken an den Tod Jesu und seine Auferstehung ist eine ganz besondere Zeit. In den westlichen Kirchen beginnt der österliche Festkreis bereits mit dem Aschermittwoch, dem die Fastenzeit bis zum Karsamstag folgt. Danach wird das erste Mal wieder Fleisch gegessen, in Ungarn ein leckerer, gekochter Schinken mit Meerrettich und hart gekochten Eiern.
Die letzte Woche vor Ostern beginnt mit dem Palmsonntag, mit dem sich die Christenheit an den Einzug Jesu in Jerusalem erinnert. Damit beginnt die Karwoche mit dem Gedenken an das letzte Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern am Gründonnerstag, mit dem Tod Jesu am Karfreitag. Am Karsamstag gedenkt man der Grabesruhe und am Ostersonntag feiern die Christen die Auferstehung Jesu von den Toten. An diesen Tagen finden allerorts Gottesdienste mit Abendmahl statt.
Der Ostermontag ist ein freier Tag, an dem in vielen Ländern fröhlich gefeiert wird. Ein Osterfestival gibt es zum Beispiel in Hollókö (www.hollokotourism.hu).
In Ungarn gibt es am Ostermontag den Brauch, Frauen mit Osterwasser zu begießen. Im Volk hält sich der Glaube, dass damit die Schönheit und Gesundheit der Frauen und Mädchen im nächsten Jahr erhalten bleibt. Die Männer und Burschen geben sich große Mühe, alle ihre Frauen und Freundinnen zu begießen: es darf niemand vergessen werden! Früher gab es noch vor der Dämmerung einen Schwapp Wasser ins Bett, in der heutigen, modernen Zeit nimmt man vielerorts selbstgemischtes, wild duftendes Parfüm. Wenn die Männer dann auch noch ein schönes, selbsterdachtes (oder gegoogeltes, aber auf jeden Fall witziges) Gedicht aufsagen können, werden sie mit einem liebevoll bemalten roten Ei, mit einem Schnäpschen und die Kinder mit Schokolade und etwas Geld belohnt.
Achtung Autofahrer: am Ostermontag kann es deshalb passieren, dass so mancher Mann torkelnd von seiner Osterwassergieß-Tour nach Hause wankt. Fahren Sie besonders vorsichtig!
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