Es wurde Frühling in der zu einem Teil des Welterbes erklärten Kulturlandschaft von Fertö, in Nagycenk nahm die Széchenyi-Museumsbahn wieder ihren Verkehr auf, in Fertörákos wurde bereits am 5. April die Schifffahrtssaison eröffnet.
Dávid Ströckert, der Sprecher der die Museumsbahn betreibenden GYSEV sagte, dass die Saison bis 12. Oktober dauert und in diesem Jahr zum ersten Mal auch am Freitag jeweils drei Züge fahren, ansonsten verkehrt die Kleinbahn an Feiertagen und arbeitsfreien Tagen. Die Länge der Széchenyi-Museumsbahn beträgt zwischen den Stationen Fertöboz-Barátság-Nagycenk 3,8 Kilometer. Neben dem sogenannten Schloss-Haltepunkt richtete man ein Freilichtmuseum ein, wo die noch aufzufindenden historischen Lokomotiven und Wagen der Kleinbahn ausgestellt wurden.
Auf dem Fertö-tó, der noch im Mittelalter als Hany, der größte See der Hanság erwähnt wurde und der heute der einzige See der Gegend ist, begann die Schifffahrtssaison. Gabriella Kovács, die Geschäftsführerin der Fertö-tavi Hajózási Kft., sagte, dass der Start der Kleinbahn jedes Jahr traditionell mit einer festlichen ersten Fahrt gefeiert wird, bei der außer den geladenen Gästen auch die Bürgermeister von Sopron und Fertörákos anwesend sind.
Auf dem Fertö-tó könnte man wesentlich mehr Schiffe verkehren lassen, besonders jetzt, da die Grenzen wirklich aufgehoben sind. Doch der See ist nur an bestimmten Stellen befahrbar, an andernorts verfangen sich die Schiffe in Pfeilern und Drahtnetzen, denn da sind noch immer die Überreste der alten Grenzsperren.