Im XXII. Bezirk von Budapest, neben der belebten Hauptstraße Nr.7, befindet sich der Memento Park, eine historische Gedenkstätte und ein Kulturzentrum, sowie touristische Sehenswürdigkeit, deren Hauptmerkmal der Statuenpark ist.
In dieser eigenwilligen osteuropäischen Sammlung kann man politische Statuen aus der sozialistischen Kulturzeit bewundern, die zwischen 1947 und 1988 auf den Straßen von Budapest standen.
Aus dem zweiten Weltkrieg ist Ungarn als Verlierer rausgegangen und wurde durch die Rote Armee zu einem kommunistischen Land mit einer totalitären Diktatur. In den darauffolgenden Jahrzehnten wurden mehrere tausend Statuen auf öffentlichen Plätzen eingeweiht, die als Symbol für den blühenden Kommunismus standen.
Nach der politischen Wende wurde auch das Schicksal ebendieser Statuen diskutiert. Die Mehrheit der Befragten sah sie schon vernichtet und eingeschmolzen, doch die Stadtväter entschieden sich für die Einrichtung eines Themenparks. So wurden 42 Werke ausgewählt und auf der Hochebene von Tétény ein einziges kommunistisches „Erlebnispark“ eingerichtet. Die Nachricht des Parks ist zweierlei: auf der einen Seite soll die Atmosphäre der doppelten Diktatur wiederbelebt werden, auf der anderen Seite hat man die Möglichkeit diese Zeit aufzuarbeiten und kritisch zu analysieren.
Die offizielle Eröffnung erfolgte am 27. Juni 1993, am zweiten Jahrestag des Abrückens der Roten Armee aus Ungarn. Seither gilt der Statuenpark mit all seinen temporären und ständigen Ausstellungen als eines der beliebtesten touristischen Ziele in Budapest.
Weitere Informationen unter: www.szoborpark.hu