Das Ungarische Tourismusamt ruft sei 2006 einmal im Jahr am „torkos csütörtök“ – Schlemmerdonnerstag – auf, am „Schlemmen zum halben Preis“ teilzunehmen. Auch 2009 wurde das Angebot sowohl von Restaurants als auch von den Gästen gut angenommen und ein neuer Rekord aufgestellt.
Landesweit nahmen am 26. Februar 230.000 Gäste das Angebot – 50 % Rabatt auf den gesamten Verzehr – in mehr als 1300 Restaurants wahr. Das sind fast 30% mehr Gäste als im Vorjahr. In 72 % der Restaurants mussten sogar Gäste wegen vorübergehender Überfüllung abgewiesen werden.
Der Schlemmerdonnerstag markiert einen alten Volksbrauch am Ende der Faschingszeit. Mit Faschingsdienstag gehen die närrischen Tage zu Ende. Einem ungarischen Volksbrauch gemäß darf weder am Dienstag, noch am Aschermittwoch Fleisch gegessen werden. Um die Reste aus der üppigen Faschingszeit dennoch nicht verkommen zu lassen, wurde kurzerhand vor die 40-tägige Fastenzeit der Schlemmerdonnerstag eingeschoben. Vielerorts wurde ein Teil des Essens sogar an Arme verschenkt, damit auch wirklich nichts übrig blieb.